Das Ziel war zunächst, den Bassklang einer kleinen Stahlsaitengitarre zu verbessern.
Nach mehreren Versuchen zeigte sich, daß diese Instrumente optimal klingen, wenn sich die Schallöcher nicht in der Korpusdecke, sondern zu beiden Seiten des Halsfußes in der Zarge befinden. Ungehindert können sich die Schwingungen auf der gesamten Fläche entfalten und haben "Kontakt" zum Griffbrett. Das Sustain, die Substanz und das Volumen des Tones gewinnen an Stärke.
Da in der Decke nun kein Schalloch mehr statisch zu berücksichtigen ist, kann eine sensiblere Beleistung verwendet werden. Der Halsfuß steht wie eine Säule zwischen Decke und Boden im Schalloch-Rahmen. Die Verbindung zwischen Hals und Korpus besitzt eine neue Qualität und sie ist optimal. Halsfuß und Schallochrahmen bilden eine massive Einheit. Die Halsvibrationen laufen über die gesamte Oberbreite in Decke und Boden. Da zudem der Boden bis unter den Halsfuß reicht, klingen Töne auch in den höchsten Lagen voll und kräftig.
Der geschilderte Aufbau führt ausserdem zu einem interessanten Effekt: über die Instrumenten- decke werden bevorzugt die Höhen abgegeben, der basshaltige Innenschallanteil hingegen wird durch den Trichter verstärkt und um 90 Grad zur Instrumentendecke seitlich abgestrahlt. Dadurch sind diese Instrumente, im Gegensatz zu herkömmlichen Instrumenten, akustisch stereofon.
Die VARIANTE-S **) besitzt einen sich in der Tiefe verflachenden Korpus. Diese Bauart bringt ein neuartiges und eigenständiges Klangbild hervor (brillante Höhen / Mitten). Durch den keilförmig gearbeiteten Korpus, sind die Gitarren bequem zu spielen und können bei stundenlangen üben helfen, das sich wiederholende Stressproblem in der Schulter ("Dreadnought-Schulter") zu vermindern, bzw. erst gar nicht entstehen zu lassen.